Aktuell
Die Kunst der Copy Art
Über Jürgen O. Olbrichs Ausstellung
Über die gut gelungene Ausstellung zum 70. Geburtstag von Jürgen O. Olbrich postete Hans Braumüller einen schönen Beitrag bei den TAZ blogs. Herzlichen Dank dafür! Unser Dank geht auch an Tilman Baumgärtel, aus dessen Interview mit Jürgen in dem Beitrag zitiert wird. Tilman veröffentlichte auch einen wunderbaren Bericht über das M.F.F. in der TAZ vom 18.102025.
https://blogs.taz.de/meta/70-jahre-juergen-o-olbrich/
Schenkung von Copy Art
Werke von Gabriele Klages
Gabriele Klages ist schon lange mit dem Museum für Fotokopie verbunden, 1988 hatte sie dort eine Einzelausstellung und sie erhielt auch den Förderpreis des M.F.F. – Über die Jahre schenkte die Mitbegründerin des Makroscope immer wieder einzelne Werke und Serien, doch nun stifetete sie dem Museum ein umfangreiches Konvolut an Copy Art, das alle Phasen ihrer schöpferischen Arbeit mit Kopierern widerspiegelt. Ihre Werke sind auch in der Sammlung des MIDE CIANT in Cuenca/Spanien vertreten.
Kulturstrolche im Copyshop
Workshop
Die dritten Klassen der GGS Zunftmeisterstraße haben eine Woche lang gemeinsam mit Max Rüthers aus Dortmund ukopiert gebastelt und geklebt und wahnsinnig tolle Strolchinnen gemacht. Im Museum haben sie zudem mit Therese Schuleit über die ehemals langsame Kunst des Kopierens gelernt. Am Freitag 14.Nov um 16 eröffnen wir die Ausstellung feierlich.
Betrieben werden die »Kulturstrolche« in Kooperation mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh. 2025 sind insgesamt 13 Mitgliedsstädte des NRW KULTURsekretariats dabei: Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Moers, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Neuss, Oberhausen und Recklinghausen. Gefördert durch Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein Westfahlen.
Open Copy: Black on Black
Workshop
Sa. 8. Nov. 14 – 19 Uhr
Wir feiern den schwarzen Toner und kopieren schwarz auf schwarz an drei verschiedenen Kopierern. Seitenhiebe auf den Schwarzen Freitag/Black Friday sind gewollt. Am Ende hoffen wir ein paar tiefschwarze Zines mit unseren dunklen Erkundungen zusammen zu binden. Mal schauen!
ZUM 70. GEBURTSTAG JÜRGEN O. OLBRICH - COPY ART
13. Nov. – 13. Dez. Museum für Fotokopie
12. Nov. 16 Uhr Performances „Some small pieces“ im Kunstmuseum Mülheim
13. Nov 17 Uhr Vernissage im Museum für Fotokopie
13. Dez. 17 Uhr Finissage im Museum für Fotokopie.
Zur Eröffnung der Ausstellung zum 70. Geburtstag von jürgen O. Olbrich (Kassel), am Donnerstag, 13.11.2025, um 17 Uhr, laden wir herzlich ein.
Der Künstler hat eine Auswahl seiner Copyart-Serien aus der ursula & peter wenzel collection zusammen gestellt.
Öffnungszeiten: Donnerstags von 16 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung,
Open Copy Herbst 2025
Workshops
Wir öffnen unser Archiv und testen mit euch unsere Kopierer auf die Fähigkeit klassische Techniken der Kopie-Kunst zu reproduzieren wie z. B. die Realkopie, Copy Motion, Copy Generation und Overlay (Copy on Copy) in Einzel- und Multiblatt, Serie, Vergrößerung und Verkleinerung, auf Papier oder auf Folie.
Im Rahmen unserer Ausstellungen arbeiten wir themenspezifisch und laden immer wieder Künstlerinnen und Spezialistinnen ein. Wir sind gespannt, ob die Geräte unseren Experimenten standhalten und laden euch herzlich hierzu ein.
Termine 2025
Do. 25. September 16 – 19 Uhr
Sa. 8. November, 14 – 17 Uhr
So. 9. November, 14 – 17 Uhr, Kopieren mit der Xerox
Unkostenbeitrag 15 Euro, mit der Bitte um Anmeldung
Come and Copy.
Zinebesetzung
Manuel Boden, Patrick Rieve
Manuel Boden und Patrick Rieve haben im Museum innerhalb von 24 Std. den neuen Canon Imagerunner und unseren Minolta EP auf ihre Belastbarkeit getestet. Während der Messe Between Books in Düsseldorf könnt ihr bei den beiden das in der Zeit erstandene Zine „Imagerunner“ erstehen.
Künstlerinnen Residenz Carolyn Gennari
Arbeiten mit der Xerox
Carolyn Gennari (US) hat uns im Sommer 2025 in einer Recherchereise besucht. In ihrer Arbeit erforscht sie den Umgang und das künstlerische Potential von Kopien mit Selenplatten. Ihrem Aufenthalt haben wir zu verdanken, dass unsere Xerox Maschine wieder zuverlässig Kopien erzeugt. Eine Edition mit 10 Blättern erstellt mit dem Minolta EP4233 sind bei uns erwerbar.
Between Books
Book Fair
Das Museum ist mit seinen Zines, Publikationen und einigen eigens entstandenen Editionen auf der Between Books Messe in der Düsseldorfer Kunsthalle. In den Räumen der Kunsthalle Düsseldorf treffen sich unabhängige Kunstbuchverlage, Künstlerinnen, DIY- und Independent-Publishing-Kollektive, kulturelle Initiativen, Vereine sowie Herausgeber:innen von Zines und Magazinen, um ihre Arbeiten einem vielfältigen Publikum vorzustellen. Im Zentrum stehen dabei Akteur:innen der lokalen und regionalen Publishing-Szene – ergänzt durch spannende Beiträge aus anderen Teilen Deutschlands und den angrenzenden europäischen Ländern.
BETWEEN BOOKS 2025
Freitag, 19. September 2025, 15 bis 21 Uhr
Samstag, 20. September 2025, 11 bis 19 Uhr
Sonntag, 21. September 2025, 11 bis 17 Uhr
Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf
www.kunsthalle-duesseldorf.de
Neuer Kopierer
Canon Image Runner
Das Museum hat durch eine Stiftung einen neuen funktionierenden A3 s/w Kopierer in seinen Räumen. Das Besondere an der Maschine ist, dass die Scannerleiste des 90er Jahre Kopierers weder Tiefenschärfe zulässt noch wie die neuen Maschinen sehr schnell ist. So sind ausgiebige Manipulationen während des Scanvorgangs möglich. Gleich nach seiner Ankunft wurde der Kopierer auch ausgiebig getestet. Das Gerät lässt es zu, dass man während eines Kopiervorgangs ausgiebig den Kopf schütteln kann und erzeugt ein schönes flaches sehr typisches Kopie-Bild.
Portrait Workshop mit der XEROX
mit Tom Carpenter
Do. 26. Juni, 16 – 19 Uhr
Thomas R. Carpenter (USA) ist ein Künstler, der vor allem für seine Arbeiten im Bereich der Elektrofotografie bekannt ist, die auch als „Kopierkunst“ oder Xerografie bezeichnet wird. Bei diesem Verfahren, dem Vorläufer moderner Fotokopiergeräte, werden eine Großformatkamera, Magnetplatten und Bilder auf Kohlenstoffbasis verwendet. Ursprünglich für die Vervielfältigung von Bürodokumenten entwickelt, nutzt Carpenter diese Methode als fotografisches Verfahren für die bildende Kunst, um Abzüge ohne Dunkelkammer zu erstellen und detaillierte Bilder mit einem guten Tonwertumfang zu erzeugen. Er wurde in diesem manuellen Verfahren von dem Fotografen Joel Swartz ausgebildet. Carpenter lädt eine Selenplatte manuell auf, belichtet sie mit einer Kamera, entwickelt sie mit Toner und überträgt und fixiert das Bild dann auf Papier. Dies ermöglicht Modifikationen und künstlerische Eingriffe während des Entwicklungsprozesses. Er erforscht das historische und künstlerische Potenzial dieses „ungewohnten und magischen“ Werkzeugs und konzentriert sich dabei häufig auf Originalporträts. Seine Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Kopiergeräts als kreatives Werkzeug und beleuchtet Strategien der Nachahmung in der Kunst.
Tom Carpenter ist einer der wenigen Künstlerinnen weltweit, der die historische, analoge Xerox mit Selenplatten für seine Kunst verwendet und diese wie das Museum in funktionierender Form vorliegend hat. Kommt vorbei!
Wie der kreative Umgang mit Fotokopien zur Kunst wird. Und wie ein kleines Museum in der Nische jahrzehntelang überlebte.
von Georg Howahl
Anders als Farbe und Pinsel, als Hammer und Meißel, als Kamera und Bleistift, ist der Fotokopierer ja ein Utensil, bei dem man eher an seine streng zweckgebundene Verwendung als Gerät zur Reproduktion denkt –und eben nicht so sehr an seine künstlerische Verwendung. Doch die Kopierkisten lassen sich so vielfältig benutzen und zweckentfremden, dass man ins Staunen gerät. (…) Das alles ist bei weitem nicht alles, was es zu sehen gibt: Historische Kopiermaschinen, zigfache Experimente mit dem Medium Fotokopie, erstaunlich allein, was man mit einer Copy Motion für Effekte erzielen kann, denn dabei werden, während die Scanleiste bewegt wird, auch die Motive auf der Glasscheibe bewegt, sodass es zu stets überraschenden optischen Verzerrungen kommt.
Jede Fotokopie, die hier gezeigt wird, ist eben ein echtes Original.
Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.
Print, Broadcast, Repeat! Finissage
29. Juni, 18 Uhr
Mit Anna Bromley, Dr. Linnea Semmerling und Patrick Rieve
Museum für Fotokopie, Friedrich-Ebert-Str. 48, 45468 Mülheim an der Ruhr
Das Gespräch wirft einen Einblick in künstlerische Strategien, die sich dem Konventionellen widersetzen und eigene Kanäle für ihre Botschaften finden – sei es durch widerständige Frequenzen von Piratensendern, die Do-it-yourself-Ästhetik des Video-Self-Publishing oder durch selbstverlegte Zines und sogenannte graue Literatur. Allen drei Künstlerinnen ist gemeinsam, dass sie Archive vergangener Technologien nutzen, sie scheinen für die Gegenwart mit Mitteln der Vergangenheit zu forschen. Die künstlerische, archivarische, teilweise humorvoll subversive Auseinandersetzung mit diesen ephemeren und widerborstigen Ausdrucksformen kann inspirieren, selbst zu drucken, zu senden, zu stören und dabei gegenwärtige Regeln mit einem Augenzwinkern neu zu schreiben.
Die Künstlerin Anna Bromley ist eine Spezialistin für die vielschichtige Geschichte und künstlerische Resonanz von Piratensendern. Ihre Arbeiten tauchen tief in die Archive diverser widerständiger Frequenzen ein, um das subversive und ephemere Wesen dieser alternativen Medienformen zu untersuchen. Ihr Forschungsinteresse gilt dabei einer Bandbreite von Piratenradios und selbstorganisierten Sendeprojekten, die etablierte Kommunikationswege unterlaufen haben. Sie arbeitet Polizeiprotokolle künstlerisch auf und erforscht die gesellschaftliche Resonanz und die „Nichtverfolgbarkeit“ dieser DIY-Sender in einer Zeit vor dem Internet.
Patrick Rieve öffnet mit seiner „St. Patrick’s Zine Library“ die Türen zu einem nomadischen Archiv der Selbstpublikation. Seit den frühen 1990er Jahren selbst als Zine-Macher aktiv (Schwarzmarkt Comix) sammelt und präsentiert Rieve Zines, Fanzines, Minicomics und andere unkonventionelle Druckerzeugnisse. Seine wandernde Bibliothek macht diese oft übersehenen Formen des Publizierens sichtbar und feiert die Kultur des Selbermachens als widerständige Praxis.
Linnea Semmerling leitet das Düsseldorfer Inter Media Art Institute (IMAI). Die Aufgabe des 2006 gegründeten IMAI, Video- und Medienkunst zu bewahren, zu erforschen und zu verbreiten, geht auf den Pioniergeist von 235 MEDIA zurück, gegründet 1982 in Köln. Der ursprüngliche Puls schlug im Rhythmus von Punk, Post-Punk, New Wave und Industrial-Musik, die über das zentrale Medium jener Zeit verbreitet wurde: Audiokassetten, die über alternative Netzwerke verbreitet wurden. Im weiteren Verlauf des Jahrzehnts verlagerte 235 MEDIA seinen Schwerpunkt vor allem auf die Videos der Künstler und wurde zu einem wichtigen Verteiler, der sich für internationale Videokunst einsetzte und dafür sorgte, dass diese oft flüchtigen Werke, die häufig auf VHS und anderen Bandformaten aufgenommen wurden, ein Publikum auf Festivals, in Galerien und sogar im Fernsehen erreichten.
www.museum-fotokopie.de
Das Programm „Widerborstiges Publizieren“ wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.
Kopieren studieren
Keren Cytter & student:innen
Eine größere Gruppe von Student:innen der Universität Münster fand sich am 21. Mai im M.F.F. ein, um mit unseren Workshop-Kopierern zu experimentieren. An der Wand sieht man die schönen Beiträge zu unserem Open Call.
Geburtstagsfeier
40 Jahre M.F.F.
Das ganze Makroscope wurde anlässlich der Jubiläumsfeier zur Ausstellungsfläche mit wunderbaren Kunstwerken und – noch wichtiger – mit einer großen Anzahl lieber Gäste von nah und fern. Aus New York beteiligte sich donline ie Pionierin Lynn Hershman Leeson, die von Therese Schuleit live interviewt wurde.
Erinnerung
Neue Ausstellung der AG Mülheimer Künstlerinnen und Künstler
Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag, 12. April 2025, um 17 Uhr, laden wir herzlich ein. Bürgermeisterin Ann-Kathrin Allekotte wird die Anwesenden begrüßen und der Kunsthistoriker Dr. Gerhard Ribbrock wird in die Ausstellung einführen sowie das Werk von Jochen Leyendecker und Uwe-Dieter Bleil würdigen. Am Donnerstag, 17. April, um 17 Uhr, moderieren Tubahan Riedel und Jan Homeyer ein Gespräch mit den Künstler*innen und am Sonntag, 4. Mai, um 16 Uhr, wird es eine Lesung mit Rainer Komers und Joachim Poths geben.
Open Call
Deadline 10. Mai
Wir laden Künstler, Designer, Fotografen und alle Interessierten ein, das Konzept des Porträts im Kontext der Scannerkunst neu zu definieren.
Technische Anforderungen:
Eine Arbeit mit einer Person
Format: DIN A4, DIN A3, mindestens 150 dpi,
Technik: Copyart & Scannerarbeiten (jede Form von scanbasierter Kunst)
Arbeiten können in den Open Copy Workshops, donnerstags 16-7 Uhr, angefertigt werden
Alle Arbeiten werden in der Ausstellung zum 40. Geburtstag vom 15. Mai – 29. Juni zu sehen sein.
M.F.F. Radio 050
Ein Copy-Sound-Radio-Experiment
Diesmal mit „gradient (2024)“ von Franziska Windisch, generiert mit dem historischen Kopierer Minolta EP 4233 im Museum für Fotokopie, Mülheim
Kreativ Kopiert
Offener Workshop
Zum Open Copy-Workshop kamen fünf Studierende aus Dortmund und waren von unserem analogen Minolta EP 4233 und unserem kleinen Brother einfach begeistert. Von links nach rechts: Robert, Klaus, Tanja, Julia, Anja, Nico und Luis.
Unruly Publishing
15. Mai Eröffnung, 16. Mai - 29. Juni
Das M.F.F. Museum für Fotokopie feiert 40 Jahre “Widerborstiges Publizieren”. Zur Geburtstagsfeier und der Eröffnung der Ausstellung wird am 15. Mai 2025 um 18 Uhr mit einer Einleitung zur Kopie von Lynn Hershman Leeson eingeladen. Die Ausstellung erzählt und zeigt die Motivation und Geschichten der Menschen hinter widerborstigen Formen des Publizierens von Copy & Videoart über Zine bis Piratenradios.
MIT: SILKE ALBRECHT, ANNA BLUME, ANNA BROMLEY, JAN EHLEN, LYNN HERSHMAN LEESON, JACQUI MUNDRI, ANDREAS MY, LINNEA SEMMERLING, LIEVE PRINS, ST. PATRICK´S ZINE LIBRARY, PATRICK RIEVE, RAPHAELA VOGEL U.V.M.